Der Titel als Höhepunkt der Gefühle

Eine Meisterschaft löst immer Jubel und Freudenstürme aus. So erging es auch den Germersheimer Volleyball-Herren, die als Landesligameister den direkten Wiederaufstieg in die Oberliga geschafft haben. Wir haben ein paar Stimmen aus dem Team eingefangen.

Trainer Gerald Kessing hat eine junge Mannschaft positiv weiterentwickelt und fasst die Saison mit einem Zitat zusammen: „Ein Traum, den man alleine träumt, bleibt ein Traum. Ein Traum, den man zusammen träumt wird Wirklichkeit. (Yoko Ono).“ Für ihn ist die Mannschaft auch zu einer Einheit geworden: „Die Mannschaft ist im Laufe der Saison mehr und mehr zusammen gewachsen und hat schließlich bewiesen, dass ein Team viel mehr ist als die Summe seiner Mitglieder.“

Libero Kevin Peter stellt auch den Teamgedanken in den Fokus: „Wir haben einen tollen Zusammenhalt in der Mannschaft. Wir treffen uns auch ausserhalb von Training und Spieltagen regelmäßig, was auch deutlich die gute Moral in schwierigen Spielen gezeigt hat. Jeder hat seine persönlichen Fortschritte gemacht, aber die Stärke als Mannschaft und der Auftritt als Einheit hat letztendlich den Klassenunterschied in der Liga gezeigt und uns zum Meister gemacht.“

Außenangreifer Arthur Eisen wurde auch von der Freundschaft im Team angetrieben, denn manche Spieler kennen sich schon seit Jugendzeiten: „Das schönste ist es, mit den besten Freunden Meister geworden zu sein. Nach dem Abstieg aus der Oberliga haben wir vom Wiederaufstieg geträumt und uns mit neuem Trainer und neuen Spielern schnell als Team gefunden. Und wir haben da noch eine Rechnung offen mit der Oberliga.“

Neuzugang Yannick Peters gehört zu den jüngsten Spielern im Team und war vor allem von der Atmosphäre und der Teamleistung beim letzten Spieltag begeistert: „Ich muss sagen, ich war mega überwältigt von der Atmosphäre in der Halle und hab deswegen auch im ersten Satz einen großen Druck gespürt. Dieser legte sich aber relativ schnell als der erste Vorsprung erspielt war. Danach waren alle gefühlt im Rausch und es lief so reibungslos wie noch nie vorher. Ich war nach den ersten beiden Sätzen einfach mega zufrieden mit unserer Leistung. Vor allem Nicolay Peng und Simon Röhrich haben Geschosse verteilt, dass ich froh war auf der gleichen Seite des Netzes zu stehen. Alles in allem war es ein mega geiler Abend.“

Diagonalangreifer Dominik Kuhn genoss das süße Gefühl des Triumphs: „Es ist für viele von uns das erste Mal als Direktaufsteiger bzw. Meister die Saison zu beenden. Ich war vor etwa 4-5 Jahren mal Bezirksliga-Meister und hatte schon ganz vergessen was für ein schönes und aufregendes Gefühl das eigentlich ist. Ich bin auf jeden Fall mehr als zufrieden mit der Saison und freu mich schon unseren alten Gegnern in der Oberliga Feuer unterm Hintern zu machen.“

Kapitän David Schmidt kehrte vor der Saison zurück und führte das Team als Regisseur direkt wieder in die Oberliga: „Für mich war es nochmal ein besonderes Abenteuer als Rückkehrer in den Heimverein direkt mit einem jungen Team den Wiederaufstieg zu vollbringen. Mir war schon nach dem Vorbereitungsturnier und den ersten beiden Spieltagen klar, dass großes Potential in der Mannschaft steckt und wir nur mit viel Mut und Selbstvertrauen auftreten müssen, um unsere Leistung auf dem Spielfeld abzurufen. Dies hat über die Saison hin gut geklappt. Gerade die jungen Spieler haben in den wichtigen und entscheidenden Spielphasen für ihr Alter enormes Können unter Beweis gestellt. Für mich als Zuspieler war es ein Fest mit der Mannschaft die Fäden zu ziehen. Auf jeder Position konnten wir mit krachenden Angriffen und überlegten Finten souverän punkten, sodass ich als Spielmacher ein ums andere mal vor das Luxusproblem gestellt wurde, wohin ich den Pass spielen soll und wer die Punkte machen darf. Der krönende Abschluss war dann der Heimspieltag vor einer tollen Kulisse und mit dem wohl besten Spiel der Saison – und das auch noch gegen den direkten Verfolger! Unglaublich was da passiert ist. Mein Dank dieser Saison gilt dem Trainerteam um Gerald und Doro, die fleißig Statistiken geführt haben, die Wunden versorgt und getapt haben und auch für die Geduld mit unseremTeam. Nicht zu vergessen sind die Jungs, die es ertragen haben, dass ich wohl nur zu 1/3 der Trainingszeiten da war und mich trotzdem ins Team integriert haben, als wäre ich nie weg und immer da. Spieler der Saison ist für mich Nicolay Peng. Nico hat wohl die beste Angriffsqoute (insbesondere gegen Doppelblocks) der Liga und hat mit seinen Aufschlägen für zahlreiche direkte Punkte oder Dankebälle für uns einen enormen Beitrag zum Erfolg des Teams beigetragen. Die Spieler mit der besten Entwicklung innerhalb der Saison sind für mich Yannick Peters und Simon Röhrich. Simon dafür, dass er es am Ende doch noch gelernt hat, auch mal über den Block zu schlagen wenn man auf 3,20m abschlägt und Yannick für die vielen kleinen Dinge, die ihn am Ende zu einem guten und zuverlässigen Mittelblocker gemacht haben. In der Mannschaft steckt noch viel mehr Potential und damit auch noch die Möglichkeit in der Oberliga oben mitzuspielen, wenn es denn alle wollen und das aufs Feld rufen, was sie wirklich drauf haben!“

Aussenangreifer Nicolay Peng hat in der Saison ganz viele Punkte fürs Team geholt und gibt sich aber auch als Teamplayer: „Die Saison ist vorüber, der Meister gekürt. Wir haben eine dominante und konstant gute Saison hinter uns. Mit dem direkten Wiederaufstieg haben wir unser Ziel erreicht und sind alle erleichtert in der neuen Saison in der Oberliga zu starten. Wir haben als Team dieses Jahr sehr gut zusammen gefunden und konnten uns dementsprechend auch präsentieren. Fast die komplette Saison als Tabellenführer gejagt zu werden, führte sowohl im Training als auch an den Spieltagen zu höchster Konzentration und top Leistungen. Wir freuen uns, in der neuen Saison die Zuschauer wieder zum Volleyball in der Oberliga begrüßen zu dürfen.“

Der Jubel von Team, Trainer und Vereinsverantwortlichen kannte nach der Meisterschaft fast keine Grenzen