Volleyball-Spielbericht vom Wochenende 10./11. Oktober 2020

Herren 1: Gegen starke Wiesbacher ohne Chance

Es hätte auch anders kommen können, aber wenn man die sich bietenden Chancen nicht nutzt, muss man sich mit einer Niederlage abfinden. So erging es Germersheims Oberliga-Volleyballern, die sich beim TV Wiesbach mit 0:3 (25:27, 17:25, 17:25) geschlagen geben mussten.

Lange Zeit war das Match im ersten Satz ausgeglichen. Bis zum 19:19 konnte sich keines der beiden Teams entscheidend absetzen. Urplötzlich lagen die Gäste nach einer Serie mit 24:19 in Front und bekamen sage und schreibe 5 Satzbälle auf dem Silbertablett serviert. Man sollte meinen, dass das auf Oberliga-Niveau ausreichend ist. Doch Germersheim wackelte plötzlich und vergab alle Satzbälle. Wiesbach drehte mit einer Aufschlagserie den Satz und letztendlich rückblickend das gesamte Match. Nach dem ersten Satz und vergebenen Chancen fielen die Gäste in eine Art Schockstarre und konnten trotz phasenweise verbesserter Abwehr im 3. Satz insgesamt nicht mehr an die Leistung zu Beginn des ersten Satzes anknüpfen. Auch fehlende sinnvolle Wechseloptionen – Dominik Kuhn war beruflich verhindert und Constantin Garen fehlte verletzungsbedingt – verhinderten wohl ein Aufbäumen des Teams. Wiesbach zog seinerseits aus dem 1. Satz viel Motivation und war stets Herr der Lage. Nun gilt es, dass Spiel schnell abzuhaken und sich im Training auf das nächste Spiel gegen Bad Salzig am kommenden Wochenende vorzubereiten.

Damen 1: Und wieder das Spiel gedreht

Sich nach Rückschlägen und Rückständen motivieren zu können ist im bisherigen Saisonverlauf zur Charaktereigenschaft der Germersheimer Oberliga-Volleyballerinnen geworden – inklusive Nervenstärke im Tie-Break. Auch beim TV Wiesbach drehte das Team einen 1:2-Rückstand und gewann mit 3:2 (25:22, 19:25, 23:25, 25:20, 15:6).

Nach holprigem Start (1:8) drehte Germersheim auf und zog dank konsequenter Steigerung auf und davon. Eine stabile Abwehr und die konsequente Verwertung von Angriffschancen ermöglichte den Satzgewinn. Danach lief zwei Sätze aber weniger zusammen. Sage und schreibe 11 Aufschlagfehler schenkten den Gastgeberinnen viele Punkte. Zudem steigerte sich Wiesbach in Abwehr und Angriff und nutzte seine Chancen besser. Wie schon gegen Landau gab es vor dem 4. Satz wieder die klare Ansage, noch den Tie-Break erreichen zu wollen. Und der Motivationstrick funktionierte wieder. Annahme und Abwehr standen stabil und auch der Block packte ordentlich zu. Mit dem Satzausgleich hatte man den Wiesbacher Widerstand wohl gebrochen. Der Tie-Break war dann eine klare Angelegenheit für die Gäste.
„Für uns als Trainerteam ist die schwankende Leistung noch nicht ganz zu erklären, aber wir sind froh über den Sieg und die passende Motivationsfähigkeiten unseres Teams.“ zogen Trainerin Träber und Co-Trainerin Sinn ein letztendlich positives Fazit. Sie hatten auch festgestellt, warum der Tie-Break so klar verlief: „Mit dem Satzausgleich waren wir am Drücker und dann wechselte Wiesbach gefühlt die Ersatzmannschaft ein. Das spielte uns auf jeden Fall zusätzlich in die Karten.“