Volleyball-Spielberichte vom Wochenende 25./26. Januar 2020

Das perfekte Heimspielwochende

Für Germersheims Volleyballer startete das Heimspielwochenende perfekt mit vier Siegen aus vier Spielen und einer Bilanz von 12:0 Sätzen. Auch der Heimspielsonntag verlief perfekt mit weiteren drei Siegen aus drei Spielen.

Eine für alle und alle für eine

Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung haben sich Germersheims Landesliga-Damen im Spitzentrio der Tabelle festgesetzt. Dabei taten sie sich teilweise schwerer als erwartet. Das lag mitunter auch an Verletzungspech und damit verbundenen Ausfällen. Trainerin Karin Träber hatte daher vorsichtshalber Gina Wach von der 2. Mannschaft in den Kader berufen.

Im ersten Match des Tages gegen Schlusslicht TV Lützel startete man beim 3:0-Erfolg (25:20, 25:22, 25:22) startete man erhofft souverän. Mit einer starken und überzeugenden Leistung in allen Spielementen, vor allem in der Angriffs- und Blocksicherung, dominierte man nach Belieben. Diese Überlegenheit setzte sich auch lange im 2. Satz fort, ehe der Schlendrian einkehrte und man die Gäste kurz vor Satzende bis auf 2 Punkte herankommen ließ. Mit einer rechtzeitigen Reaktion verbuchte man aber auch diesen Durchgang auf der Habenseite. Lützel hatte aber nun Blut geleckt und sah die Chance auf einen Satzgewinn. Mit einer 9:1-Führung in Satz Nr. 3 waren die Gäste auf einem guten Weg dahin ehe Germersheim zur Aufholjagd ansetzte. Während man bis dahin in der Spielphase große Probleme mit dem gegnerischen Mittelblock hatte, waren anschließend der Zusammenhalt im Team und die nötige Cleverness im Angriffsspiel ausschlaggebend für die erfolgreiche Aufholjagd. So stand am Ende der erhoffte und erwartete Pflichtsieg zu Buche.

Das zweite Spiel gegen den direkten Tabellennachbarn LAF Sinzig bot zwei Sätze lang ein enges Match, ehe die Germersheimerinnen überzeugend den in dieser Höhe unerwarteten 3;0-Erfolg (26:24, 26:24, 25:12) einfuhren. Es war die verdiente Revanche für die knappe Niederlage im Hinspiel und ein Produkt des an diesem Tag unbändigen Teamgeists.

Der erste Satz war geprägt von Annahmeproblemen der Gastgeberinnen. Sinzig lag lange in Führung, ehe Germersheim im letzten Satzdrittel aufholen konnte. Beim Stand von 22:24 wehrte man zwei Satzbälle ab und konnte mit einer Serie von 4 Punkten den Satz doch noch drehen.

Auch der zweite Satz startete für die Germersheimerinnen mit einem Rückstand mit bis zu 6 Punkten. In der Satzmitte konnte das Team aber ausgleichen und setzte sich in einer engen Schlussphase erneut in der Satzverlängerung durch. Danach war der Widerstand der Gäste endgültig gebrochen. Mit einer Aufschlagserie zum 9:0 war der Weg zum umjubelten Sieg geebnet. Auf Sinziger Seite funktioniere im 3. Satz nur wenig, so dass die Gastgeberinnen den Vorsprung sukzessive zum Satz- und Matchgewinn ausbauen konnten.

„ Wir haben heute als Team sehr gut zusammengespielt, füreinander gespielt und uns gegenseitig unterstützt. Die Stimmung über beide Spiele war super.“ strahlte Zuspielerin Melanie Vake nach dem Spiel zufrieden übers ganze Gesicht. Auch Trainerin Karin Träber dürfte der Siegeswille ihres Teams gefallen haben. Beeindruckend ist, dass man mit den Erfolgen trotz personellem Aderlass vor der Saison nun erneut unter den Top 3 rangiert und nach wie vor zumindest Richtung Relegationsplatz schauen darf.

Damen 1

Revanche geglückt und 6 Punkte mehr

Die Vorzeichen für den Heimspieltag der Herren 2 standen nicht gerade gut. Gleich vier Spieler standen wegen privater Verpflichtungen oder Verletzung nicht zur Verfügung. Umso erfreulicher, dass am Ende zwei 3:0-Siege und 6 Punkte verbucht werden konnten. Kurzfristig wurde Thomas Walk, der zuletzt bei den Herren 1 gespielt hatte, als Zuspieler rekrutiert.

Im ersten Spiel gegen den Tabellenletzten SG Südpfalz III ließen die Herren 2 nichts anbrennen. Lediglich die hohe Eigenfehlerquote bei den Aufschlägen in den ersten 2 Sätzen ließen Trainer Dominik Betsch verzweifeln. In der Aufstellung wurde taktisch gewechselt und alle Spieler bekamen Einsatzzeit. Auch wenn die ersten beiden Sätze eher knapp ausfielen, war das Spiel zu keiner Zeit gefährdet.

Im 2. Spiel gegen den direkten Konkurrenten VBC Haßloch wollte man sich für die Niederlage im Hinspiel revanchieren. Satz 1 begann sehr ausgeglichen. Kein Team konnte sich wirklich absetzen. Schwächen im Block nutzte der Gegner konsequent aus und ließ die Abwehr der TSG oftmals alt aussehen. Beim Stand von 24:24 zeigten die Germersheimer Nervenstärke und konnten den Satz knapp mit 27:25 nach Hause bringen.

Den Schwung aus dem ersten Satz konnte man nutzen und begann auch druckvoll im Angriff. Philipp Geringk und Philipp Neumer überzeugten auf der Mitte immer wieder mit starken Blocks, gegen die die generischen Angreifer kein Rezept fanden. Zuspieler Thomas Walk konnte seine Angreifer nach Belieben einsetzen, die ihre Chancen konsequent nutzten. Aufschlagserien von Yannick Peters und Maximilian Heinrich brachten dann die deutliche Führung. Von Haßloch kam nur noch wenig Gegenwehr. Relativ deutlich ging der Satz mit 25:11 an die Turnerschaft.

In der Satzpause kam die Warnung von Trainer Betsch, den dritten Satz nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Und er sollte recht behalten. Haßloch agierte wieder stabiler. Die Annahme und Abwehr um Libero Nicolas Reichenbach kam zwar stabil, aber im Angriff war man oft zu zögerlich. Lediglich der Außenangriff war in dieser Phase ein Punktegarant. Beim Stand von 24:22 half den Gästen auch keine Auszeit mehr. Philipp Geringk servierte souverän und Philipp Heinrich besiegelte mit einem Blockpunkt den 3:0-Sieg. Die Freude bei Team und Trainer war groß, hatte man sich doch für die Niederlage im Hinspiel revanchieren können und auch noch die maximale Ausbeute aus dem Heimspieltag mitnehmen können.

Das Team steht nun auf dem 3. Tabellenplatz und ist wieder mittendrin im Kampf um den Titel. Bis zum nächsten Spiel in zwei Wochen will das Team nun im Training weiter an den Schwachstellen arbeiten und sich optimal vorbereiten.

Die Herren 2 ließen Trainer Betsch hochleben

Zwei Siege, sechs Punkte

Die Damen 2 hat am Sonntag mit zwei 3:0-Siegen in eigener Halle eine super Leistung gezeigt. Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat man nur träge in das Spiel gegen den VBC Ludwigshafen II gefunden und sich nach der Winterpause erst wieder warm spielen müssen. Ab dem zweiten Satz konnte das Team immer mehr mit guten Spielaktionen glänzen. Souverän hat man so drei Punkte gegen Ludwigshafen erkämpfen können (25:20; 25:22; 25:12).

Gegen den TSV Speyer II haben die Trainer Patrick Eberwein und Maximilian Heinrich durchgewechselt und auch Damen 3-Spielerin Linda Pfaffmann als Außenangreiferin eingesetzt. Auch wenn ab und zu durch unnötige Eigenfehler Punkte verschenkt wurden, hat man das Match mit überwiegend guter Leistung dominiert und drei Punkte geholt.

Damen 2

Die Nerven bewahrt

Mit dem dritten Sieg in Folge haben die Germersheimer Oberliga-Herren ihre Siegesserie fortgesetzt. Der 3:2-Erfolg gegen Schlusslicht VC Mainz (21:25, 26:24, 27:29, 25:23, 15:12) war mal wieder nichts für schwache Nerven. Am Ende standen zwei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt zu Buche.

Der Gegner hatte gegenüber dem Hinspiel einige wiedergenesene aber auch zwei neue Spieler im Kader, die auch für spielerisch höhere Qualität sorgten. Aber auch auf Germersheimer Seite hatte sich kurz vor Spielbeginn Verstärkung angekündigt. Nils Weber, diese Saison noch mit Doppelspielrecht für Germersheim und Regionalligist Speyer ausgestattet, verstärkte das Team von Trainer Gerald Kessing als Joker. Es war sein erster Einsatz in der Saison, denn er ist in Speyer mittlerweile Stammspieler.

Der erste Satz ging an die Gäste, die sich nach der Germersheimer 17:16-Führung konsequent über 24:19 zum 25:21-Satzgewinn spielten. In dieser Phase waren die Gäste am Drücker und nahmen den Schwung mit in eine 8:3-Führung im 2. Satz. Lange sah es nach einer klaren Angelegenheit aus. Zur Satzmitte führte Mainz souverän mit 16:12. Urplötzlich wendete sich jedoch das Blatt. Die Gastgeber führten wiederum wie in Satz 1 mit 17:16. In einer engen Schlussphase hatte Mainz bei eigener 22:20-Führung den möglicherweise vorentscheidenden 2. Satzgewinn in der Hand. Germersheim nahm aber den Kampf an, bewahrte die Ruhe und drehte den Dhrchgang nach Abwehr eines Satzballs. So langsam entwickelte sich ein Krimi auf Augenhöhe. In der ersten Hälfte von Satz 3 wurden kleine Rückstände von beiden Teams recht schnell ausgeglichen ehe sich Mainz mit 16:12 auf und davon machte. Auch beim 19:15 sah es so aus, dass die Gäste auf der sicheren Seite waren. Doch auch in dieser Phase zeigten die Hausherren Courage und erzielten den 19:19-Ausgleich. Davon beflügelt erspielte man sich beim 24:22 zwei Satzbälle. Mainz wehrte diese beiden Chancen und auch den dritten Satzball bei 25:24 ab. Am Ende war es das etwas größere Glück, mit dem die Gäste den 3. Satz holten. Für die Nerven- und Charakterstärke des jungen Germersheimer Teams spricht es, dass es sich danach nicht aufgab. Relativ souverän und druckvoll zog man sukzessive davon und hatte bei eigener 19:14-Führung den Tie-Break vor Augen. Nach dem 23:19 wurde es aber nochmal eng, denn plötzlich waren die Gäste bis auf einen Punkt herangekommen. Nun war das Glück des Tüchtigen auf Seiten der Gastgeber, die sich zwar knapp aber verdient den Satzausgleich erspielten. Mit viel Elan startete man dann gleich mit einer 3:0-Serie im 5. Satz. Mainz versuchte, den Anschluss zu halten, handelte sich aber nach zwischenzeitlichem 5:7-Rückstand eine 5-Punkte-Serie der Turnerschaft ein. Eine 12:5-Führung im Tie-Break noch abzugeben, ist in höheren Ligen wie der Oberliga recht selten. So sah es auch beim 13:8 nach einem Heimsieg aus. Doch das große Zittern sollte noch kommen. Punkt um Punkt kam Mainz bis zum 13:12 heran, ehe Germersheim mit zwei Punkten endlich den Sieg einfahren konnte. Mit dem Sieg hat sich das Team auf Platz 6 geschoben. Die beiden Punkte waren sehr wichtig, denn zwischen dem 4. und 9. Platz liegen gerade einmal drei Punkte. „Wir sind sehr froh über den 3. Sieg in Folge. Das gibt uns Mut und Selbstvertrauen für die nächsten Spiele“ zeigte sich Libero Kevin Peter sichtlich erleichtert nach dem Spiel. Er attestierte Joker Nils Weber mit seiner Abschlaghöhe und seinen Zuspielkünste den mitunter ausschlaggebenden Anteil am Heimsieg.

Weiteres Ergebnis:

VC Hainfeld – Herren 3 3:0

Herren 1